Embryonalentwicklung

Nach der erfolgreichen Befruchtung bildet sich aus der Eizelle ein Embryo.
Die Entwicklung des Embryos in den folgenden Stunden und Tagen ist entscheidend für den Erfolg der Kinderwunschbehandlung.

Von schlechter Embryonalentwicklung spricht man, wenn sich die Embryonen in den Tagen nach der Befruchtung zu langsam teilen oder gar in der Entwicklung stehenbleiben. Zusätzlich kann die Qualität der Embryonen im Labor mittels Scoring beurteilt und aufgrund von verschiedenen Parametern die Einnistungswahrscheinlichkeit der Embryonen vorhersagt werden.

  • hochgradig eingeschränkte Samenqualität (z.B. Kryptozoospermie oder durch Hodenbiopsie gewonnene Samenzellen)
  • verminderte Eizellqualität (z.B. erhöhtes mütterliches Alter, Hormonstörungen, schlechtes Ansprechen auf die Stimulation, Übergewicht)
  • genetische Störungen des Embryos
  • Infektionen
  • kompletter Hormonstatus mit Schilddrüsenbelastungstest (TRH-Test)
  • Spermiogrammkontrolle mit Ejakulatbakteriologie und erweiterter Diagnostik (z.B. Hyaluronbindung, genetische Untersuchung der Samenzellen)
  • Chromosomenuntersuchung des Paares (Zytogenetik)
  • Behandlung möglicher Infektionen
  • Samengewinnung direkt aus dem Hoden (Hodenbiopsie – TESE)
  • Einstellung der Schilddrüse
  • Präimplantationsdiagnostik des Embryos
  • Eizellspende
  • Gezielte Befruchtungstechniken
  • In-vitro Maturation (IVM) – Reifung der Follikel im Reagenzglas