Neue Studie: COVID-19 Impfung zeigt keine negative Auswirkung auf die Samenqualität

Wir geben Entwarnung: Eine aktuelle Studie belegt, dass die Verabreichung eines mRNA-Impfstoffs von Biontech/Pfizer oder Moderna, als Schutz vor einer Corona-Infektion, keinen Einfluss auf die männliche Fruchtbarkeit hat. Eine COVID-19 Infektion hingegen, stellt für die Fertilität einen hohen Risikofaktor dar. Aus diesem Grund empfehlen wir jedem Mann mit Kinderwunsch eine COVID-19 Schutzimpfung.

Immer mehr Menschen lassen sich gegen das Coronavirus impfen. Doch viele Männer mit Kinderwunsch haben nach wie vor die Sorge, dass sich die COVID-19 Impfung negativ auf ihre Zeugungsfähigkeit auswirken könnte. Eine aktuelle Studie der Miller School of Medicine an der Universität von Miami (USA) und vorhandene Daten des Kinderwunschzentrum an der Wien geben nun aber Entwarnung: Die mRNA-Impfstoffe sind hinsichtlich der männlichen Fruchtbarkeit unbedenklich. Die Qualität und Anzahl der Spermien seien nach der Impfung nicht beeinträchtigt, so das Ergebnis der Studie. „Wir sprechen uns ganz klar und uneingeschränkt für eine COVID-19 Schutzimpfung für Männer aus. Speziell Männern mit aktuellem aber auch zukünftigem Kinderwunsch empfehlen wir eine Impfung, da eine COVID-19 Infektion mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Fertilitätseinschränkungen führen kann“, so Univ. Prof. Dr. Andreas Obruca.

COVID-19 Impfung zeigt eine Verbesserung der Samenqualität

Die Studienergebnisse zeigen sogar leichte Verbesserungen der Samenqualität nach einer Impfung. Das bestätigt auch der Kinderwunsch-Experte Prof. Obruca: „Da es sich bei der COVID-19 Impfung von Biontech/Pfizer und Moderna um keinen Lebendimpfstoff handelt, konnte unter Berücksichtigung der bisherigen Datenlage, eine Einschränkung der männlichen Fruchtbarkeit durch die Impfung ausgeschlossen werden. Durch diese Studie wurde nun bestätigt, dass Männer sich ohne negative Auswirkung auf ihre Fruchtbarkeit, impfen lassen können.

Verglichen wurde eine Samenprobe zwei bis sieben Tage vor der ersten Impfdosis mit einer Samenprobe 70 Tage nach der zweiten Impfdosis. Vor der Abgabe der Samenprobe hielten die Studienteilnehmer eine bis zu sieben Tage lange sexuelle Abstinzenz ein. Die Untersuchung umfasste die Spermienkonzentration, das Aussehen und die Gesamtzahl beweglicher Spermien.

Auch Partnerin gehört geimpft

Mindestens genauso wichtig ist aber auch die Impfung der eigenen Partnerin sowie von engen Kontaktpersonen. Schwangere haben ein erhöhtes Risiko an COVID-19 schwer zu erkranken und können durch einen entsprechenden Impfschutz Frühgeburten und Folgeschäden der COVID-19 Erkrankung vermeiden. Der Experte des Kinderwunschzentrum an der Wien spricht sich daher auch klar für eine Corona Schutzimpfung während und vor einer Schwangerschaft aus. Idealerweise erfolgt die Impfung nach dem ersten Trimester der Schwangerschaft.

 

Quellen:
https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2781360

 

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