Das A-Z der Kinderwunsch­behandlung

Alles rund um den Kinderwunsch

Das Thema Kinderwunschbehandlung ist sehr komplex und umfangreich. Gerade, wenn man sich das erste Mal damit beschäftigt, fühlt man sich schnell überwältigt von all den Fachbegriffen.

Unser Kinderwunsch-Lexikon von A-Z umfasst alle wichtigen Themen und Begriffe, die Ihnen auf Ihrer Kinderwunschreise immer wieder begegnen werden. Wir haben zusätzlich dazu einen Bereich mit den häufigsten Fragen unserer Patient*innen erstellt. Gerne stehen wir Ihnen aber auch jederzeit mit Rat und Tat zur Seite und beantworten Ihnen alle Fragen in einem persönlichen Erstgespräch. Außerdem können Sie sich für unseren Kinderwunsch-Newsletter registrieren, um regelmäßig wichtige Informationen rund um die Kinderwunschreise zu erhalten.
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Polkörperdiagnostik

Die Polkörperdiagnostik ist eine Untersuchungsmethode zur indirekten genetischen Analyse von Eizellen. Durch eine Biopsie der Polkörper an befruchteten Eizellen wird eine Untersuchung der Chromosomen durchgeführt.

Diese Methode kann als Sonderfall der Präimplantationsdiagnostik betrachtet werden und unterliegt nicht dem Regelungsregime des Fortpflanzungsmedizingesetz.

Das Haupteinsatzgebiet der Polkörperdiagnostik ist der Nachweis von:

  1. Chromosomenfehlverteilungen (Aneuploidiediagnostik) in Eizellen
  2. mütterlichen Translokationen (Austausch von Chromosomenstücken)
  3. in ausgewählten Fällen auch bei Veränderungen einzelner Gene (bei Trägerinnen einer Erbkrankheit)
Polycystisches Ovar Syndrom (PCOS)

Das PCO-Syndrom ist die häufigste Hormonstörung der Frau im fruchtbaren Alter und betrifft 5-10% dieser Frauen. Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung ist wichtig, denn diese führt zur Besserung der Beschwerden und ist entscheidend, um Spätfolgen zu verhindern.

PCOS macht sich meistens erstmalig ab der Pubertät bemerkbar, bei vielen betroffenen Frauen ist das Syndrom erst in ihrem späteren Leben voll ausgeprägt. Das Krankheitsbild ist äußerst vielfältig, sodass kaum zwei Frauen unter genau den gleichen Beschwerden leiden.

Welche Merkmale sind typisch für PCOS?

  • Störungen im Monatszyklus (unregelmäßig)

  • starke Menstruationsbeschwerden

  • verstärkte Körperbehaarung (auch Barthaare)

  • Haarausfall

  • Gewichtsprobleme, Heißhungerattacken

  • fettige Haut & Akne

  • eingeschränkte Fruchtbarkeit & unerfüllter Kinderwunsch

  • Schlafstörungen

  • auffälliger Ultraschallbefund: vergrößerte Eierstöcke & „perlschnurartig“ zahlreiche Follikel bzw. „Cysten“

  • auffälliger Hormonbefund: während der Monatsblutung (Zyklustag 1-4) ist das LH (luteinisierende Hormon) signifikant höher als das FSH (follikelstimulierende Hormon); weiters deutet das AMH (Anti-Müller-Hormon) ab >7.0 auf ein PCO-Syndrom hin

Abklärung des PCO-Syndroms

Im PCOS-Zentrum von Dr. Dijana Pekic bekommen Sie nicht nur eine komplette interdisziplinäre diagnostische Abklärung, sondern auch eine umfassende Beratung und eine ganz individuelle Therapie nach den besten internationalen Standards. Unser Team besteht aus Experten, die sich schon seit Jahren mit der gynäkologischen Endokrinologie und Kinderwunschbehandlung, insbesondere dem PCO-Syndrom befassen. Mehr über das PCO-Syndrom lesen Sie unter www.pcos.at 

Präimplantationsdiagnostik (PID)

Die Präimplantationsdiagnostik (PID) kann als eine frühe Form der Pränataldiagnostik (PND) angesehen werden. Es werden zellbiologische und molekulargenetische Untersuchungen eingesetzt, die der Entscheidung dienen, ob ein Embryo in die Gebärmutter eingesetzt werden soll oder nicht. Um eine sogenannte Präimplantationsdiagnostik durchzuführen, ist eine künstliche Befruchtung (IVF) nötig.

PRP

Die PRP-Spülung (auch TREPS) –diese Abkürzung steht für Platelet Rich Plasma - stellt eine innovative und vielversprechende Therapie für Kinderwunschpaare da. Aus dem Eigenblut der Patientin werden hohe Konzentrationen von Blutplättchen (Thrombozyten) und Blutplasma gewonnen. Thrombozyten werden im Knochenmark gebildet und sind für die Blutgerinnung und Wundheilung verantwortlich. Sie haben einen hohen Gehalt an verschiedenen Wachstumsfaktoren. TREPS oder PRP ist in der Medizin kein neuer Begriff und wird schon länger bei schlecht heilenden Wunden und Knochenbrüchen, Gelenks- und Knorpelproblemen sowie zunehmend auch in der plastischen Chirurgie eingesetzt.

Diese Spülung erhöht für Patientinnen mit wiederholtem Einnistungsversagen die Wahrscheinlichkeit auf eine erfolgreiche Einnistung und soll außerdem eine nicht optimal aufgebaute Gebärmutterschleimhaut positiv beeinflussen. Außerdem empfehlen wir die TREPS bei:

  • Schädigung der Gebärmutterschleimhaut durch vorangegangene Eingriffe
  • Ashermann Syndrom
  • wiederholte Fehlgeburten oder biochemische Schwangerschaften
  • chronisch entzündliche Prozesse in der Gebärmutter
  • Adenomyosis uteri (möglicher Vorteil)