Innovative Technologien

Die heutige Fertilitätsmedizin verlangt höchste Präzession, modernste Technologien und kompromisslose Qualität an jedem Punkt der Behandlung. Die Anforderungen an Prozesse und Personal sind zu Recht so hoch wie noch nie.

Als Vorreiter bei Kinderwunschbehandlungen gehen wir seit der ersten Stunde ständig neue Wege und setzten stets neue Maßstäbe in der Kinderwunschbehandlung. Wir haben eine Reihe von gänzlich neuen und wirkungsvollen Therapieansätzen selbst entwickelt oder erstmals angewandt.

Hormone spielen bei der Einnistung eine wichtige Rolle. Es hat sich gezeigt, dass das Verordnen eines zentralen Hormons zum Zeitpunkt der Einnistung zu einer erhöhten Schwangerschaftsrate führt. Wir im Kinderwunschzentrum haben die Einnistungsspritze als erstes Institut routinemäßig eingeführt. Dieses GnRH-Analog wird am 6. Tag nach der Follikelpunktion subkutan mit einer Einmalinjektion durch die Patientin morgens verabreicht.

Eine aktuelle Studie berichtet über die Zunahme der Schwangerschaftsrate, wenn eine Spülung der Gebärmutter mit hCG (humanes Choriongonadotropin, Schwangerschaftshormon) unmittelbar nach der Eizellentnahme durchgeführt wird.

Wirkung der hCG-Spülung: 

  • immunologische Toleranz der Gebärmutter zu Gunsten einer Einnistung wird positiv verändert
  • Durchblutung der Schleimhaut nimmt weiter zu
  • Fähigkeit der Oberflächenzellen den Embryo festzuhalten nimmt zu
  • Krampfbereitschaft der Gebärmuttermuskelzellen nimmt ab (ein Abstoßen des Embryos wird verhindert)
  • Anstieg der Gelbkörperhormonrezeptoren in der Gebärmutterschleimhaut, dieses Hormon ist für die Einnistung entscheidend

Ein unerfüllter Kinderwunsch belastet sehr. Wir haben eine Methode entwickelt, um rasch und zielführend die Ursachen der Kinderlosigkeit festzustellen. Alle für den Ferticheck relevanten Untersuchungen können innerhalb eines Monatszyklus durchgeführt werden. 

Neue Forschungen haben gezeigt, dass Veränderungen des Erbguts (DNA) in der Samenzelle die Befruchtungsfähigkeit der Samenzellen reduzieren können. In sehr schweren Fällen kann dies eine Schwangerschaft sogar unmöglich machen. Das herkömmliche Spermiogramm alleine zeigt jedoch keine genetischen Auffälligkeiten.

In Kooperation mit dem Labor des St. Anna Kinderspitals haben wir erstmals in Österreich eine Untersuchung der Samenzellen auf mögliche genetische Veränderungen etabliert. Dieser Test heißt SCSA (Sperm chromatin structur assay) und gibt Auskunft über Chromatindefekte und damit über die Qualität der Samenzellen.

In der Kinderwunschbehandlung ist das korrekte „Matching“ oberstes Prinzip, deshalb haben wir QuinniMatch entwickelt. Ein europaweit einzigartiges System das eine Verwechslung von Embryonen und Zellen unmöglich macht.  Mittels eigenem QR-Code für jedes Kinderwunschpaar gewährsleitet es eine lückenlose Dokumentation und schließt sämtliche Fehlerquellen aus. 

Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer, Mitbegründer des Kinderwunschzentrums, ist Österreichs Vordenker im Bereich AI und Fertilisationsmedizin. Derzeit erkundet er mit seinem Team die beeindruckenden Möglichkeiten des Einsatzes von Artificial Intelligence in der Kinderwunschbehandlung.