Die Einnistung eines Embryos ist nur möglich, wenn die Gebärmutterschleimhaut (das sog. „Endometrium“) durch zwei Hormone vorbereitet wurde. Das ist auch im normalen Monatszyklus einer Frau so. In der ersten Hälfte des Zyklus bildet der Follikel Östrogen, das verantwortlich ist, die Schleimhaut nach der Monatsblutung wieder wachsen zu lassen. Durch den Eisprung wandelt sich der Follikel in einen Gelbkörper um, der Progesteron bildet, das wiederum die Schleimhaut vom Östrogen „übernimmt“ und weiter reifen lässt. Kommt dann rund 5 Tage später der Embryo in der Gebämutterhöhle an, sollte die Schleimhaut perfekt vorbereitet sein.
Der ERA Test (Endometrial receptivity assay) geht der Frage nach, ob es nicht Patientinnen gibt, deren Schleimhaut vielleicht nur 4 Tage Progesteron benötigen oder stattdessen sogar 6 Tage um einnistungsbereit zu sein. Das bedeutet, dass man in einem Vorzyklus die Medikation verschreibt und anwendet und statt eines Transfers eine kleine Probe aus der Schleimhaut entnimmt die mittels ERA befundet wird. Dann ergibt der Test die ideale Zeitdauer für die Einnahme von Progesteron vor dem Transfer.