Überstimulationssyndrom

Das Überstimulationssyndrom (Ovarian Hyper Stimulation Syndrome = OHSS) bezeichnet eine seltene Komplikation, die bei der hormonellen Stimulation im Rahmen einer künstlichen Befruchtung auftreten kann. Jedoch ist faktisch jede Form der Überstimulation selten und mit praktischen oder medizinischen Interventionen gut in den Griff zu bekommen. Je nach Schwere der Überstimulation zeigen sich verschiedene Symptome. Vorstufen dieser Symptome (Spannungsgefühl im Unterbauch, Unwohlsein, leichte Übelkeit) können auch während einer normal verlaufenden Stimulation auftreten und benötigen keine besondere Therapie.

Moderate Formen: Unwohlsein, leichte Schmerzen, Übelkeit, Gefühl von Blähungen, Nachweis von Aszites (Wasseransammlung im Bauch) durch Ultraschall, vergrößerte Eierstöcke

Schwerere Formen: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Oligurie (Veränderung in der Harnausscheidung), (Ober-)Bauchschmerzen, Atembeschwerden, Zwerchfellreizung, Ultraschall zeigt vergrößerte Eierstöcke und deutliche Aszites (Wasseransammlung im Bauch), dadurch merkliche Spannung des Bauches

Die Beschreibung der oben genannten Symptome kann auf den ersten Blick erschreckend sein. Es muss erwähnt werden, dass eine solche Symptomatik nicht aus dem Nichts heraus auftritt und meist frühzeitig geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit einer schweren Überstimulation mit 0,1 - 2% sehr gering. Wenn sich die Symptome der Überstimulation nach der Follikelpunktion weiter verstärken und schwerere Formen annehmen, wird von uns angeraten, den Embryotransfer „abzusagen“. Die Behandlung wird dann zu diesem Zeitpunkt abgebrochen und die Embryonen für einen späteren Versuch gefroren (kryokonserviert). Im nächsten Versuch muss dann nur noch der Kryo-Embryotransfer erfolgen.

Therapiemöglichkeiten

Die Therapie einer Überstimulation hängt vom Schweregrad ab.