Manchmal werden mehrfach Embryonen von guter Qualität eingesetzt, es kommt dennoch nicht zur Schwangerschaft. Dieses wiederholte Einnistungsversagen (auch "repeated implantation failure - RIF") stellt ein großes Problem dar, weil nur bedingt Möglichkeiten bestehen, doch noch eine Schwangerschaft herbeizuführen.
Was ist die Einnistungsspülung (PBMC Spülung)?
Körpereigene Blutzellen (Peripheral Blood Mononuclear Cell – mononukleäre Zellen des periphären Blutes) werden speziell aufbereitet, ausgesucht und gemeinsam mit Schwangerschaftshormon (HCG) kultiviert. Damit kann man diese Zellen so anregen, dass sie schwangerschaftsschützende Eigenschaften annehmen. Diese so vorbereiteten mononukleären Blutzellen werden vor dem Embryotransfer in die Gebärmutterhöhle eingespült. Damit imitiert man das Milieu einer „intakten“ Schwangerschaft und erhöht die Einnistungsbereitschaft der Gebärmutter.
Wie wird ESP/PBMC hergestellt und verabreicht?
Im Rahmen einer venösen Blutabnahme am Punktionstag oder am Tag davor werden ca. 20ml Eigenblut abgenommen. Anschließend erfolgt die Aufbereitung und Kultivierung der Blutzellen für ca. 24-48 Stunden. Dann wird eine bestimmte Anzahl der so vorbereiteten mononuklären Zellen völlig schmerzfrei mit einem dünnen Katheter direkt in die Gebärmutter gespült.
Wann wird ESP/PBMC in der IVF verwendet?
Nachdem körpereigene Zellen verwendet werde, ist mit keinen Nebenwirkungen zu rechnen. Noch stehen wir am Anfang das immunologische System der werdenden Mutter vorteilhaft zu beeinflussen. Die ESP/PBMC ist jedenfalls eine vielversprechende Methode um den Erfolg einer IVF-Behandlung zu erhöhen.