Hat eine Frau zwei oder mehr aufeinander folgende Aborte, kann eine mögliche Ursache eine unerkannte Blutgerinnungsstörung sein.
Aufgrund der Volumenzunahme und hormoneller Veränderungen neigt das Blut während der Schwangerschaft dazu, schneller als normal zu gerinnen. Besteht zusätzlich eine Gerinnungsstörung, also eine erhöhte Neigung zu einer Verklumpung des Blutes (Thrombosen) vermutet man kleine derartige Verklumpungen in den Blutgefäßen der Plazenta (Mutterkuchen). Dies führt dazu, dass sich der Embryo gar nicht erst richtig einnisten oder nicht richtig versorgt werden kann und es kommt zu einer Fehlgeburt.
Nicht jede Blutgerinnungsstörung führt zur Fehlgeburt
Allerdings erleidet nicht jede Frau, die eine Blutgerinnungsstörung hat, zwangsläufig auch Fehlgeburten. Es gilt jedoch: Rund 20 bis 25 Prozent aller Frauen mit zwei oder mehr Fehlgeburten weisen Auffälligkeiten in der Blutgerinnung auf. Diese versucht man zu behandeln – egal, ob im Rahmen einer spontanen Schwangerschaft oder einer künstlichen Befruchtung.
Einfacher Bluttest gibt Aufschluss
Eine einfache, aber gezielte Blutuntersuchung bringt Aufschluss darüber, ob die Patientin an einer Gerinnungsstörung leidet.