Arefam

Eine ausreichende Versorgung mit Progesteron in der Zeit der Einnistung ist wichtig. Es gibt verschiedene Progesteronpräparate. Ein wichtiges Präparat ist „Arefam“. Es wird normalerweise geschluckt, es wird aber auch sehr gut durch die Scheide aufgenommen. Außerdem macht es in dieser Form der Anwendung weniger müde. Bitte lassen Sie sich daher durch den Beipacktext nicht verunsichern, wenn Sie die Kapseln in die Scheide einführen sollen. Das ist so in Ordnung und von unserem Ärzt*innen-Team gewollt.

Nach dem Einführen der Weichkapseln kann es jedoch zu einem weißlichen, schmierigen Ausfluss kommen, das ist bei dieser Anwendung in der Scheide völlig normal.

 

Ausführliche Erklärung zu "Arefam"

Im Monatszyklus gibt es zwei entscheidende Phasen: 1) die sog. „Follikelphase“ und 2) die sog. „Gelbkörperphase“, die auch als „Lutealphase“ bezeichnet wird.

In der Follikelphase reift ein Follikel heran, der die Eizelle enthält, die nach dem Eisprung durch eine Samenzelle befruchtet werden kann. Sobald sich der Follikelinhalt gemeinsam mit der Eizelle beim Eisprung in den Eileiter entleert hat, wandelt sich der Follikel in den Gelbkörper bzw. das „Corpus luteum“ um. Der Follikel kümmert sich jedoch nicht nur um die Eizelle, er produziert auch das Östrogen, ein wichtiges Hormon, dass die Gebärmutterschleimhaut nach der Monatsblutung wieder im Wachstum unterstützt. Der Gelbkörper wiederum produziert hauptsächliche Progesteron, das die Schleimhaut vom Östrogen sozusagen „übernimmt“ und auf die Einnistung der Eizelle und damit die Schwangerschaft vorbereitet. Daher leitet sich auch der Name pro gestare, also für die Schwangerschaft ab.

Eine ausreichende Versorgung mit Progesteron in der Zeit der Einnistung ist daher immer wichtig, unabhängig davon, ob Geschlechtsverkehr, eine Insemination oder eine Behandlung mit IVF zum Erfolg führen soll. Progesteron kann in verschiedenen Formen als Arzneimittel verwendet werden. Ein wichtiges Präparat ist dabei „Arefam“, das Progesteron in einer besonderen Darreichungsform enthält.

Das Präparat wird normalerweise geschluckt, es wird aber auch sehr gut durch die Scheide, also „vaginal“ aufgenommen, sodass wir es deshalb häufig so verschreiben. Außerdem macht es in dieser Form der Anwendung weniger müde. Bitte lassen Sie sich daher nicht verunsichern, wenn Sie im Beipacktext lesen, dass Sie Arefam schlucken sollen und wir Ihnen verschrieben haben, dass Sie die Kapsel in die Scheide einführen sollen. Das passt so. 

Nach dem Einführen der Weichkapseln kann es jedoch zu einem weißlichen schmierigen Ausfluss kommen, das ist bei dieser Anwendung in der Scheide völlig normal.