Wegweiser zum Erstgespräch

Schritt 1 - Spendersamen und mögliche Zusatzfaktoren

Bei der Behandlung lesbischer Paare muss man stets auf die Verwendung eines Donorsamens zurückgreifen. Dies ist nach der Novellierung des Fortpflanzungsmedizingesetzes 2015 sowohl bei der heterologen Insemination, als auch bei einer künstlichen Befruchtung (IVF) möglich! Uns ist besonders wichtig, dass wir bei der Abklärung des Paares alle vollständigen Befunde erhalten, denn es könnte natürlich noch ein weiterer Faktor (Eileiterverschluss, PCO-Syndrom oder Endometriose) oder eine bereits erschöpfte Eizellreserve vorliegen. Mit einem Klick auf das jeweilige Icon können Sie mehr zum jeweiligen Thema nachlesen!

Spender aus unserer Samenbank

Wir verfügen über eine institutseigene Samenspenderbank. Dies bedeutet, dass wir alle unsere Spender persönlich kennen und bei uns abgeklärt haben. Die Auswahl erfolgt anhand bestimmter Kriterien, die Zuteilung erledigt unsere Mitarbeiterin vom Samenspendeprogramm.

Wunschsamenspender

Wir bieten Ihnen dabei die Möglichkeit, Ihren Wunschsamenspender aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis entsprechend den gesetzlichen Vorgaben zu testen und zu verwenden. Eine Verwendung von Spendersamen aus einer internationalen Samenbank ist aufgrund gesetzlicher Auflagen nicht möglich.

Eileiterverschluss / Funktionsstörung

Sollten Sie bereits länger als ein Jahr unerfüllten Kinderwunsch haben, kann es daran liegen, dass eine Störung oder ein Verschluss der Eileiter vorliegt.

PCO-Syndrom

PCOS ist die häufigste Hormonstörung der Frau im fruchtbaren Alter und betrifft 5-10% dieser Frauen.

Endometriose

Bei dieser Erkrankung finden sich Zellen der Gebärmutterschleimhaut auch außerhalb der Gebärmutterhöhle. Dies kann zu Schmerzen und zur Zerstörung von Gewebe führen.

Erschöpfte Eizellreserve / vorzeitiger Wechsel

Für Frauen im frühzeitigen Wechsel oder jene, die aufgrund von vorgegangenen Krankheiten über keine ausreichende Eizellreserve verfügen, ist die Eizellspende eine passende Behandlungsform.

Genetik

Eine gesunde Zelle besitzt 46 Chromosomen, diese enthalten die gesamte Erbinformation. In seltenen Fällen liegt eine Störung der Erbanlagen vor.

Psychotherapeutische Beratung

Bei der Verwendung von Spendersamen empfehlen wir all unseren Paaren eine psychotherapeutische Beratung bei unseren Psychotherapeutinnen in Anspruch zu nehmen. Dies dient dazu, die genaue Rollenverteilung zwischen den Erwachsenen festzulegen und etwaige Situationen in der Zukunft gemeinsam durchzudenken.

Schritt 2 - Welche Behandlungen gibt es?

Folgende Methoden sind die am häufigsten angewandten Behandlungen bei lesbischen Paare in der Reproduktionsmedizin. Die angeführten Informationen zu den einzelnen Methoden können niemals ein Erstgespräch ersetzen, in dem wir für Sie aufgrund Ihrer individuellen Befunde die geeignete Behandlung auswählen. Uns ist wichtig, dass unsere Kinderwunschpaare über alle notwendigen Abklärungs- und Behandlungsschritte vollständig aufgeklärt sind und sich mit der Entscheidung für die gewählte Behandlung wohlfühlen.

Insemination mit Spendersamen

Meist wird bei lesbischen Paaren mit einer Insemination gestartet, jedoch nur wenn kein weiterer Faktor (Eileiterverschluss, PCO-Syndrom oder Endometriose) oder eine bereits erschöpfte Eizellreserve vorliegt.

Künstliche Befruchtung mit Spendersamen (HIVF)

Unter In-vitro Fertilisation (IVF) versteht man die Befruchtung der Eizellen mit den Samenzellen des Spenders außerhalb des Körpers. Beim Embryotransfer wird der Embryo dann zurück in die Gebärmutter übertragen.

Unterstützende Methoden zur HIVF

Bei Einnistungs- bzw. Befruchtungsversagen oder Störungen in der Entwicklung des Embryos können unterstützende Methoden den gewünschten Behandlungserfolg bringen.

Schritt 3 - Ihr Weg zum Erstgespräch

Wir benötigen folgende Unterlagen, um einen Erstgesprächstermin für Sie zu vereinbaren. Füllen Sie bitte die Einverständniserklärung DSGVO, Stammdaten und den Fragebogen aus und senden Sie uns diese gemeinsam mit einer Kopie / Scan Ihrer gültigen Lichtbildausweise bzw. Reisepässe per E-Mail zu. Nach Erhalt dieser Unterlagen kontaktiert Sie unser Pre-Department Team für eine Terminvereinbarung.

Mandy Winkler, BA
Mandy Winkler, BA
Jasmine Egerer
Jasmine Egerer

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

In der Wartezeit auf den Termin erstellen Sie bitte alle nötigen Voruntersuchungen (laut Checkliste).
Bitte übermitteln Sie uns Ihre Befunde bis spätestens 10 Tage vor dem Erstgesprächstermin (Achtung: Diese dürfen nicht älter als 6 Monate sein):

Warum Sie einen Notariatsakt benötigen

Bei Verwendung von Samen eines Dritten muss ein Notariatsakt erstellt werden. Der Zweck dieses Dokuments ist, dass die Elternschaft für das künftige Kind genau geregelt wird.

Kostenunterstützung vom IVF-Fonds

Der IVF-Fonds übernimmt bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen 70% der Kosten für die Behandlung inkl. Medikamente für vier Versuche pro erzielter Schwangerschaft. 30% der Kosten hat das Paar selbst zu bezahlen.

Häufige Fragen

In Zusammenarbeit mit dem Verein FAmOs haben wir für Sie die häufigsten Fragen unserer lesbischen Paare zusammengestellt.

*Sie akzeptieren, dass die E-Mail Übermittlung dieser Informationen auf eigene Verantwortung geschieht. Durch die Übermittlung der Daten mittels unverschlüsselter E-Mail können (unberechtigte) Dritte Kenntnis über die Informationen erhalten und die Daten können verändert werden. Details dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.