Wegweiser zum Erstgespräch

Schritt 1 - Sie hatten bereits Vorversuche in einem anderen Institut

Sollten Sie bereits Versuche mit künstlicher Befruchtung (IVF) in einem oder mehreren Kinderwunschinstituten durchgeführt haben, sind Sie ja bereits sehr gut mit dem Behandlungsablauf und der Thematik vertraut. Dennoch möchten wir Ihnen gerne unter diesem Punkt die häufigsten Ursachen und Informationen dazu vorstellen. Die Ursachen für unerfüllten Kinderwunsch können sehr vielfältig sein. Unerfüllter Kinderwunsch ist ein Problem, das beide Partner in gleichem Ausmaß betrifft. Die folgenden Punkte können der Grund für Ihren unerfüllten Kinderwunsch sein, jedoch lässt sich in manchen Fällen leider keine erkennbare Ursache finden. Mit einem Klick auf das jeweilige Icon können Sie mehr zum jeweiligen Thema nachlesen!

Eileiterverschluss / Funktionsstörung

Sollten Sie bereits länger als ein Jahr unerfüllten Kinderwunsch haben, kann es daran liegen, dass eine Störung oder ein Verschluss der Eileiter vorliegt.

PCO-Syndrom

PCOS ist die häufigste Hormonstörung der Frau im fruchtbaren Alter und betrifft 5-10% dieser Frauen.

Endometriose

Bei dieser Erkrankung finden sich Zellen der Gebärmutterschleimhaut auch außerhalb der Gebärmutterhöhle. Dies kann zu Schmerzen und zur Zerstörung von Gewebe führen.

Erschöpfte Eizellreserve / vorzeitiger Wechsel

Für Frauen im frühzeitigen Wechsel oder jene, die aufgrund von vorgegangenen Krankheiten über keine ausreichende Eizellreserve verfügen, ist die Eizellspende eine passende Behandlungsform.

Eingeschränkter Samenbefund

Eine der häufigsten Ursachen des unerfüllten Kinderwunsches ist die Einschränkung der männlichen Zeugungsfähigkeit in Anzahl, Beweglichkeit oder Ausformung.

Vasektomie

Durch die Unterbindung bzw. Durchtrennung der Samenleiter wird verhindert, dass Samenzellen in die Samenflüssigkeit gelangen können.

Genetik

Eine gesunde Zelle besitzt 46 Chromosomen, diese enthalten die gesamte Erbinformation. In seltenen Fällen liegt eine Störung der Erbanlagen vor.

Kinderwunsch als psychische Belastung

Wir bieten Ihnen eine Vielzahl an kostenlosen psychotherapeutischen Angeboten wie Krisenintervention, Entspannungs- und Austauschgruppen.

Schritt 2 - Welche Behandlungen wir Ihnen anbieten

Folgende Methoden sind die am häufigsten angewandten Behandlungen in der Reproduktionsmedizin. Die angeführten Informationen zu den einzelnen Methoden können niemals ein Erstgespräch ersetzen, in dem wir Sie aufgrund Ihrer individuellen Befunde zu den Ursachen Ihrer Kinderlosigkeit aufklären und geeignete Behandlungen auswählen. Uns ist wichtig, dass unsere Kinderwunschpaare über alle notwendigen Abklärungs- und Behandlungsschritte vollständig aufgeklärt sind und sich mit der Entscheidung für die gewählte Behandlung wohlfühlen.

Hormonelle Stimulation

Bei manchen Patientinnen ist es nötig eine hormonelle Stimulation der Eierstöcke durchzuführen, um den Hormonhaushalt in die richtige Ausgangslage für eine bevorstehende Schwangerschaft zu bringen.

Insemination

Ist der Samenbefund eingeschränkt oder sind Antikörper in der Gebärmutterschleimhaut vorhanden, kann eine Insemination den gewünschten Erfolg bringen.

Künstliche Befruchtung (IVF)

Unter In-vitro Fertilisation (IVF) versteht man die Befruchtung der Eizellen mit den Samenzellen außerhalb des Körpers. Beim Embryotransfer wird der Embryo dann zurück in die Gebärmutter übertragen.

Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

In vielen Fällen sind zu wenige Samenzellen vorhanden, die sich kaum oder gar nicht bewegen und sehr häufig Formabweichungen zeigen. In diesen Fällen empfiehlt sich die sogenannte „ICSI-Technik“.

Eizellspende

Für Frauen im frühzeitigen Wechsel oder jene, die aufgrund von vorgegangenen Krankheiten über keine ausreichende Eizellreserve verfügen, ist die Eizellspende eine passende Behandlungsform.

Samenspende

Werden im Hoden keine Samenzellen mehr gebildet (z.B. durch angeborene Störungen, bösartige Erkrankung oder Chemotherapie/Bestrahlung), kann eine Samenspende die passende Behandlungsform sein.

Präimplantationsdiagnostik

Bei der Polkörperbiopsie oder Trophektodermbiopsie werden zellbiologische und molekulargenetische Untersuchungen eingesetzt, die der Entscheidung dienen, ob eine Eizelle für die Befruchtung verwendet bzw. ein Embryo in die Gebärmutter eingesetzt werden soll oder nicht.

Unterstützende Methoden zur IVF

Bei Einnistungs- bzw. Befruchtungsversagen oder Störungen in der Entwicklung des Embryos können unterstützende Methoden den gewünschten Behandlungserfolg bringen.

Schritt 3 - Ihr Weg zum Erstgespräch

Wir benötigen folgende Unterlagen, um einen Erstgesprächstermin für Sie zu vereinbaren. Füllen Sie bitte die Einverständniserklärung DSGVO, Stammdaten und Fragebögen aus und senden Sie uns diese gemeinsam mit einer Kopie / Scan Ihrer gültigen Lichtbildausweise bzw. Reisepässe per E-Mail zu. Nach Erhalt dieser Unterlagen kontaktiert Sie unser Pre-Department Team für eine Terminvereinbarung.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Mandy Winkler, BA
Mandy Winkler, BA
Jasmine Egerer
Jasmine Egerer

In der Wartezeit auf den Termin erstellen Sie bitte alle nötigen Voruntersuchungen (laut Checkliste).
Bitte übermitteln Sie uns Ihre Befunde bis spätestens 10 Tage vor dem Erstgesprächstermin (Achtung: Diese dürfen nicht älter als 6 Monate sein).

 

Zudem benötigen wir noch einige Informationen zu Ihren Vorversuchen, die Sie bitte von Ihrem vorherigen Kinderwunschinstitut anfordern:

Icon Stimprotokoll
Stimulationsprotokoll(e)

Wir benötigen die Stimulationsprotokolle, um zu sehen mit welcher Medikation und in welcher Dosierung Sie bisher stimuliert wurden und diese gegebenenfalls anzupassen.

Icon Voraussetzungen
Eizellentwicklungsprotokoll(e)

Diese Protokolle sind besonders für unser IVF-Labor nützlich und zur Vorbereitung auf neue Versuche sehr wichtig.

Icon Eizelle
Fotos von Embryonen

Falls vorhanden wären die Fotos von Ihren Embryonen ebenfalls ein wichtiger Faktor für die Planung neuer Versuche.

Icon Donor
Spermiogramm(e)

Falls vorhanden wären die bisherigen Spermiogramme ebenfalls ein wichtiger Faktor für die Planung neuer Versuche.

Icon Genetik
Genetische Befunde

Falls vorhanden wären die bisherigen genetischen Befunde ebenfalls ein wichtiger Faktor für die Planung neuer Versuche.

Icon Notariatsakt
Nicht verheiratet?

Bei nicht verheirateten Paaren bzw. bei Verwendung von Eizellen/Samen eines Dritten muss ein Notariatsakt erstellt werden. Der Zweck dieses Dokuments ist, dass die Elternschaft für das künftige Kind genau geregelt wird.

*Sie akzeptieren, dass die E-Mail Übermittlung dieser Informationen auf eigene Verantwortung geschieht. Durch die Übermittlung der Daten mittels unverschlüsselter E-Mail können (unberechtigte) Dritte Kenntnis über die Informationen erhalten und die Daten können verändert werden. Details dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.