Die Eileiterdurchgängigkeit
Die Durchgängigkeit der Eileiter kann nicht im Rahmen der allgemeinen gynäkologischen Untersuchung mittels Ultraschall nachgewiesen werden, sondern es muss eine der folgenden drei Methoden ausgewählt werden: 1) Das Eileiterröntgen (HSG - Hysterosalpingographie) Diese Untersuchung wird ambulant bei Röntgenfachärzten oder in einigen gynäkologischen Abteilungen durchgeführt. Dabei befindet sich die Patientin unter einer Röntgenfilmkamera. Es wird mit Hilfe eines Intruments Röntgenkontrastmittel in die Gebärmutter eingespült und dann auf dem Bildschirm verfolgt, ob und wie sich die Gebärmutter und die Eileiter mit dieser Flüssigkeit füllen. Im Normalfall kann das Mittel ungehindert durch die Gebärmutter fließen und durch beide Eileiter in den Bauchraum ausfließen. Besteht ein Verschluss, kann das Mittel im Eileiter nicht mehr weiterfließen, der Radiologe oder Gynäkologe kann feststellen, wo der Verschluss besteht. Das Röntgen wird ambulant durchgeführt und ist zwar unangenehm, aber nur selten schmerzhaft. 2) Hysterosalpingokontrastsonographie (Eileiter Ultraschall) Es handelt sich dabei um keine gewöhnliche Ultraschalluntersuchung, wie Sie bei einer Routinekontrolle durchgeführt wird, sondern setzt besondere Instrumente voraus und es wird ein spezielles Ultraschallkontrastmittel dafür benötigt. 3) Die Bauchspiegelung (LSK - Laparoskopie) Die Durchführung einer Bauchspiegelung oder ''Laparoskopie'' erscheint sinnvoll, wenn Sie eine Entzündung der Eileiter, Eierstöcke oder Gebärmutter haben oder hatten, eine Eileiterschwangerschaft hatten oder an Endometriose leiden oder der Verdacht darauf besteht. Dabei befindet sich die Patientin auf einem Operationstisch in Allgemeinnarkose. In den Nabel wird über einen kleinen Schnitt eine Videokamera in den Bauch eingebracht. Jetzt sind alle Organe im kleinen Becken zu sehen: Eierstöcke, Eileiter und Gebärmutter. So kann festgestellt werden, ob Verwachsungen bestehen, ob die Eileiter verschlossen oder verzögert durchgängig sind, oder ob die Patientin an Endometriose leidet. Im Bereich der Schamhaare können über weitere kleinere Schnitte Instrumente eingebracht werden, um Operationen durchzuführen. Diese Operation ist nur in Narkose möglich und bedeutet einen Spitalsaufenthalt. |
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