Kontrollierte Stimulation
| Voraussetzung für das Einsetzen einer Schwangerschaft ist der Eisprung. Dabei wird in den ersten Tagen des Monatszyklus ein Eibläschen ("Follikel") gebildet, das die Eizelle enthält. Erreicht dieses Eibläschen eine Größe von 18 bis 24 Millimeter erfolgt ein Hormonsignal durch die Hirnanhangsdrüse. Dadurch platzt das Eibläschen und die darin befindliche Flüssigkeit spült die Eizelle direkt in den Eileiter. Dort erwartet die Eizelle die Befruchtung durch eine Samenzelle. Bei manchen Patientinnen ist es nötig eine hormonelle Stimulation der Eierstöcke durchzuführen, weil: | ![]() |
2) eine höhere Schwangerschaftsrate erreicht werden kann, wenn mehr als eine Eizelle beim Eisprung freigesetzt wird.
Dazu werden entweder Tabletten (z.B. Clomiphen) oder auch Injektionen (wie z.B. Puregon, Gonal-F oder Menopur bzw. Merional) verwendet.
Es ist wichtig, die Hormonbehandlung durch eine Ultraschalluntersuchung und manchmal auch durch Hormonbestimmungen aus dem Blut oder Harn zu kontrollieren. Dadurch kann einerseits festgestellt werden, ob die Hormonbehandlung wirkt, ob eine Veränderung der Dosierung notwendig ist oder ob die Stimulation zur Bildung von zu vielen Eibläschen bzw. Eizellen führt. In diesem Fall besteht ein erhöhtes Risiko, dass eine Mehrlingsschwangerschaft eintritt. Die Patientin wird dann auch darüber aufgeklärt, dass in diesem Fall kein ungeschützter Geschlechtsverkehr stattfinden darf und auch eine evtl. geplante Insemination nicht durchgeführt wird.
In äußerst seltenen Fällen kann die Hormonbehandlung zur Ausbildung von Eierstockzysten oder auch zu einer übermäßigen Bildung von Eibläschen führen. Es kann jedoch auch durchaus vorkommen, dass trotz einer hoch dosierten Hormonbehandlung keine Reaktion an den Eierstöcken feststellbar ist. Dann ist es notwendig die Therapie abzusetzen und zu einem späteren Zeitpunkt einen Versuch mit einer anderen Form der Stimulation durchzuführen.
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