Mögliche Komplikationen:

1)  Das Eibläschen im Spontanzyklus oder die Eibläschen, die durch die Stimulation gebildet werden, könnten die Hirnanhangdrüse dazu verleiten, zu früh das körpereigene Signal für den Eisprung freizusetzen und das/die Eibläschen können vorzeitig platzen. Das Institut übernimmt daher keine Haftung für eine Versäumnis des Eisprunges, dies auch dann, wenn sich erst unmittelbar vor der Durchführung der Insemination die Versäumung des Eisprunges herausstellt.  

2)  In äußerst seltenen Fällen kann die Hormonbehandlung zur Ausbildung von Eierstockzysten oder auch zu einer übermäßigen Bildung von Eibläschen führen. Es kann jedoch auch durchaus vorkommen, dass trotz hoch dosierter Hormonbehandlung keine Reaktion an den Eierstöcken feststellbar ist. Dann ist es notwendig die Therapie abzusetzen und zu einem späteren Zeitpunkt einen Versuch mit einer anderen Form der Stimulation durchzuführen.

Wir weisen darauf hin, dass die Behandlung abgebrochen wird, wenn sich zu viele Eibläschen (>3) bilden, da ein erhöhtes Risiko für eine Mehrlingsschwangerschaft besteht. Die Patientin wurde darüber aufgeklärt, dass in diesem Fall kein ungeschützter Geschlechtsverkehr stattfinden darf und auch eine evtl. geplante Insemination nicht durchgeführt wird. Das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft besteht auch, wenn sich nur zwei oder drei Eibläschen bilden, in diesem Fall ist es jedoch nicht höher als 25% und es kommt überwiegend zum Eintreten einer Zwillingsschwangerschaft.

3) Obwohl die Präparation der Samenflüssigkeit auch dazu dient, etwaige Bakterien aus dem Samen auszuwaschen, kann es dennoch in äußerst seltenen Fällen zu einer Infektion der Gebärmutter kommen, die sich auf die Nachbarorgane verbreitern kann.

Erfolgschancen

Die Chancen, mit einer Insemination eine Schwangerschaft zu erreichen, hängen sehr stark von den Gründen ab, die zu dieser Therapie führten. Bei eingeschränkter Samenqualität wird der Erfolg maßgeblich von der Anzahl der Spermien beeinflusst, die in die Gebärmutter gespritzt wurden. Pro Zyklus ist eine Erfolgsrate von 18 % im Normalzyklus, nach Stimulation von 25% zu erreichen.

Da die Befruchtung der Eizelle am äußeren Ende des Eileiters stattfindet muß der Weg von der Gebärmutter zum Eileiter für die Samenfäden ungehindert passierbar sein. Dies lässt sich durch eine Eileiterdurchgängigkeitsüberprüfung feststellen. Wir empfehlen Ihnen diesen diagnostischen Schritt vor der ersten Insemination, insbesondere wenn Sie früher Eierstockentzündungen oder Bauchoperationen hatten. Werden Insemination bei verschlossenen Eileitern durchgeführt, kann keine Schwangerschaft eintreten.

Welche Möglichkeiten der Eileiterabklärung gibt es?

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